Windows 10 – kostenlos oder nicht?

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Gerade lese ich einen interessanten Artikel zu diesem Thema. Hier beklagt sich Stern Online zu Recht, dass das kostenlose Upgrade-Programm von Microsoft verwirrend ist…und man deshalb die Meinung vertreten sollte, Windows 10 kostenlos für alle herauszugeben – eine einfache und elegante Lösung?

Ich gebe zu, ich bin ein Vertreter der Software-Industrie und verdiene mein Geld mit Software…und ich erhalte nur Geld, wenn neue Versionen besser sind als die alten. Davon abgesehen brauchen Anwender neue Software, um mit ihr neue Hardware, neue Betriebssysteme und natürlich neue Bedürfnisse abzudecken. Ist es nicht vollkommen berechtigt zu sagen, dass der Entwicklungsaufwand und die damit verbundenen Kosten in den Preis einer Software einfließen sollten? Warum der Ruf nach kostenfreier Software?

Eine mögliche Erklärung ist wohl die Annahme, dass Software als solches keine Produktionskosten verursacht und es sich demnach tatsächlich anbietet, Software kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Aber das kann wohl doch nicht das Argument sein, denn ansonsten hätten wir ja auch die Erwartung, dass alle intellektuellen Leistungen wie z.B. die Leistungen eines Redakteurs kostenfrei sein sollten. Ebenso stimmt es nicht, dass Software mit keinen Kosten verbunden ist: Downloads, Unterstützung, Fehlerbereinigung und Kundendienst kosten nunmal Geld. Ein zweites potentielles Argument wäre, dass es die anderen ja auch tun (Firmen wie z.B. Google bieten ihre Software kostenlos an). Das mag stimmen, aber finanziert sich Google nicht gerade aus indirekten Umsätzen, indem die Firma die Form des kostenfreien Software-Vertriebes nutzt, um damit Werbung zu verkaufen? Es ist vollkommen legitim, wenn Software frei genutzt wird und man dadurch einen indirekten Umsatz ankurbelt. Ein drittes Argument könnte sein, dass eine Firma sowieso schon so viel Geld verdient, dass sie das zusätzliche Geld nicht braucht (wie auch im vorliegenden Artikel beschrieben) – eine schöne Idee…wenn sie dann auch auf alle Wirtschaftsunternehmen angewendet wird! Ich persönlich fände es keine schlechte Idee, wenn deutsche Großunternehmen einen Teil ihrer Profite in kostenlose Produkte investieren und danach unter denjenigen verteilen würden, welche die Produkte auch wirklich benötigen. Das würde unsere freie Marktwirtschaft gehörig revolutionieren…und die Aktionäre erschüttern.

Auch wir veröffentlichen hin und wieder zu bestimmten Anlässen Gratis-Kopien eines Produkts für unsere Anwender, jedoch wehre ich mich gegen diese kategorischen Forderungen nach kostenloser Freigabe von Software, Musik, Film und Video. Wenn sich dies auch wie ein überholter Slogan anhört: Innovation hat seinen Preis.

Windows 10: UMZUGSÄNGSTE

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Die Freude auf einen neuen PC währt immer nur solange, bis man an den Punkt kommt, die Daten, Einstellungen und Applikationen und den neuen PC zu transferieren. Nach stundenlangem Hin-und Her, Suchen nach Seriennummern, versteckten Einstellungen und dem Verlust kostbarer Daten ist die Freude lange verflogen.

Und wer hofft, dass der Umzugshelfer von Microsoft – Windows Easy Transfer – wenigstens die Daten und Einstellungen kopiert, wird bei Windows 10 schnell enttäuscht. Das Programm gibt es nicht mehr in Windows 10. Anstelle setzt Microsoft nunmehr auf eine Kooperation mit dem Umzugsspezialisten Laplink, dessen PCmover bereits im letzten Jahr Anwendern kostenlos für den Umstieg von Windows XP zur Verfügung gestellt wurde. (http://www.microsoft.com/windows/de-de/xp/transfer-your-data.aspx).

Was Microsoft für Windows 10 plant, bleibt wohl ein Geheimnis bis zur Freigrabe des neuen Betriebssystems. Für Schnäppchenjäger, die von Windows 7 oder 8 heute schon umsteigen wollen, empfehlen sich die kostengünstigen Pakete von Avira („Internet Security Suite“) oder O&O („Umzugshilfe“), die es im Fachhandel gibt und die eine Version von PCmover beinhalten. Oder man bedient sich gleich bei Laplink: www.laplink.de.